Rub vs. Marinade: Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied liegt in der Feuchtigkeit und darin, wie das Gewürz ans Fleisch gebracht wird

1. Der Rub (Trockenwürze)

  • Was es ist: Eine trockene Gewürzmischung aus gemahlenen Kräutern, Gewürzen, Salz und oft etwas Zucker.
  • Wie es funktioniert: Der Rub wird trocken direkt auf das Fleisch aufgetragen und fest einmassiert („to rub“ = reiben/massieren).
  • Der Effekt: Durch die Hitze beim Grillen oder Braten verbindet sich der Rub mit dem Fleischsaft. Es entsteht eine geniale, knusprige Kruste (die sogenannte Baste oder Bark), die den Saft im Fleisch einschließt.
  • Ideal für: Ribs, Pulled Pork, Steaks und alles, was auf dem Grill oder in der Pfanne eine ordentliche Kruste bekommen soll.

2. Die Marinade (Flüssigwürze)

  • Was es ist: Eine flüssige Mischung, die meist aus drei Komponenten besteht: Öl (als Geschmacksträger), einer Säure (wie Essig, Zitronensaft, Joghurt oder Wein) und Gewürzen.
  • Wie es funktioniert: Das Fleisch wird für mehrere Stunden (oder über Nacht) vollständig in der Flüssigkeit eingelegt.
  • Der Effekt: Die Säure in der Marinade macht die Fasern an der Oberfläche mürbe und zart, während das Öl dafür sorgt, dass das Fleisch beim Braten nicht so schnell austrocknet.
  • Ideal für: Mageres Fleisch, das leicht trocken wird (z. B. Hähnchenbrust, Putensteaks) oder etwas zähere Fleischstücke, die zart werden sollen.

Der Profi-Tipp:
Man kann aus einem guten Rub übrigens blitzschnell eine Marinade machen: Einfach 2–3 TL des Rubs mit etwas gutem Olivenöl verrühren – fertig!

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